Übergangspflege2017-04-07T08:20:37+00:00

Unterstützung nach dem Krankenhausaufenthalt auch ohne Pflegebedürftigkeit erhalten

Bisher hatten Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten OP oder aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung keinen gesetzlichen Anspruch auf vorübergehende Hilfe bei der Grundpflege oder im Haushalt. Zum Jahr 2016 traten in diesem Punkt Veränderungen durch das Krankenhausstrukturgesetzes in Kraft.

„Ein Patient, der nicht dauerhaft pflegebedürftig ist, kann durch eine Verordnung des Krankenhaus- oder Hausarztes nach einer stationären oder ambulanten Behandlung Unterstützung erhalten“, erklärt Claudia Klages. Sie übernahm im Frühjahr das Überleitmanagement im Einbecker BürgerSpital. „So kann er oder sie weiter versorgt werden und eine Übergangspflege als neue Leistung der Krankenkassen in Anspruch nehmen. Das kann eine häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe und Kurzzeitpflege sein.“

Bei der Verordnung von Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung übernehmen Pflegedienste nach Absprache mit dem Patienten und Bewilligung durch die Krankenkasse die Unterstützung bis zu vier Wochen. Derzeit gibt es jedoch keine einheitliche Handhabung der Krankenkassen in solchen Fällen. So gilt für die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung, dass diese nur geleistet wird, wenn kein Mitglied im Haushalt die Aufgabe übernehmen kann. Die Auslegung dieser Bedingung kann ebenso wie bei sogenannten „begründeten Ausnahmefällen“ unterschiedlich ausfallen. Für Fragen und Beratungen steht Claudia Klages zur Verfügung. Als Schnittstelle zwischen den Beteiligten leitet sie Anliegen weiter und setzt sich für eine schnelle Bearbeitung ein, damit möglichst keine Versorgungslücken entstehen.